Skitour Alpiglemäre 2'039m
Tourenleiter: Daniel Heller
Teilnehmer: Roger Dolder, Markus Blättler, Viktor Brunner
Früh am Morgen, um 06:15 Uhr, machten wir uns zu viert mit dem Auto von Laufen auf den Weg ins Gantrischgebiet. Unterwegs gabs natürlich einen Kaffeehalt. Die Strasse Richtung Gurnigelpass war grösstenteils schneefrei, sodass wir ohne Stress und ohne die Ketten montieren zu müssen hochfahren konnten. Unser Ausgangspunkt war die Hengstkurve auf 1’219m, wo wir parkierten und anfellten. Der Parkplatz war bereits gut besetzt, wir fanden trotzdem noch einen Platz nach der Brücke.
Die Tour war als Überschreitung angedacht, wir wollen den Berg quasi umrunden, südseitig hochsteigen und dann nordseitig abfahren. Ich hatte die Tour vor 2 Wochen rekognosziert und hoffte auf erneut gute Bedingungen. Der Wetterbericht versprach einen Mix aus Sonne und Wolken, die Tage zuvor hatte es etwas geschneit.
Der Aufstieg führte uns zuerst gemächlich ansteigend durch den Hengstschlund, bis zu den Gebäuden am Grencheberg auf 1’544m. Die Wolken gaben immer mal wieder den Blick auf die umliegenden erstaunlich wuchtig und steil wirkenden, schneebedeckten Berge frei. Es reihten sich die Märe, die Schibe, die Galiteflue und der Widdersgrind aneinander und man hatte das Gefühl sie buhlten um die Gunst der Skitüreler, auf dass man sie staunend betrachten und fotografieren würde. Vom Grencheberg ging es weiter hoch zur Grenchegalm 1’884m. Dies war das steilste Stück der Tour und tatsächlich waren einige Spitzkehren nötig, um Höhe zu gewinnen. Alle waren fit und hatten keine Probleme die Steigung zu meistern. Oben bei der Grenchegalm, einem Pass mit Sicht auf die Häusersammlungen der Morgete gönnten wir uns eine Pause. Wir waren zeitlich gut unterwegs, sodass wir ausgiebig die herrliche Szenerie betrachten und fotografieren konnten. Von der Grenchegalm teilen sich die Skitüreler auf, die einen stiegen wie wir nach links zur Alpiglenmäre hoch, während die Anderen nach rechts in Richtung Widdersgrind weiter hochstiegen. Vor zwei Wochen war dieser Südhang praktisch komplett schneefrei, dank des Neuschnees konnten wir ohne Graskontakt zwischen den losen Bäumen hindurch bis zum Gipfel hochsteigen.
Auf dem Gipfel rasteten wir erneut und packten die mitgebrachten Leckereien aus. Allerdings konnte niemand mit Rogers Riesen-Sandwich mithalten. Die Felle wurden versorgt und wir machten uns zur Abfahrt bereit. Rings herum war es wolkig und der Nordhang zierte sich zuerst noch und versteckte sich ebenfalls unter aufsteigenden Wolken. Wir hatten aber Glück, die Wolken verzogen sich just, als wir bereit zur Abfahrt waren. Ich fuhr ein paar Schwünge voraus und die Kollegen folgten mit 20 Meter Abstand. Der Schnee war perfekt, es war eine Riesenfreude! Wir fuhren in kurzen und langen Schwüngen rasant hinunter zur Frilismad 1’705m, warteten kurz, und fuhren dann weiter. Zuerst via Forstweg, dann wieder durch freies Gelände - immer noch in bestem Pulver - bis Mittelalpigle. Von da folgt man weiter dem Alpsträsschen bis zurück zur Hengstkurve. Da im letzten unteren Teil die Schneedecke doch recht dünn war, verzichteten wir auf die Abfahrt durch den Wald und schonten damit Ski und Mensch.
Auf der Heimfahrt kehrten wir noch ein und gönnten uns eine feine Pizza in der Sonne in Riggisberg.
War eine tolle Tour, Gantrisch wir kommen wieder.
Liebe Grüsse Daniel
