J&S Leitertour, Bernina Biancograt

Leitertour 2017

Organisator: Daniel Heller

Teilnehmer: Ivan Saner, Michael Konrad, Christoph Liebi, Paul Stöckli

Wir reisten mit dem Zug nach Pontresina. Dort stiegen wir in eine Kutsche die uns nach Roseg brachte. Ab hier war es fertig mit den Bequemlichkeiten. Die Schuhe wurden richtig gebunden und der Rucksack angezogen. Der Aufstieg in die Tschierva Hütte dauerte 2 Stunden und war von landschaftlich schönen Kulissen umgeben.

Auf Grund der Wettervorhersage haben wir unser Programm ein wenig umgestellt. Der für Freitag geplante Gipfel Piz Morteratsch haben wir zu Gunsten des Biancograt und Piz Bernina ausfallen lassen. So sind wir dann am Freitag um 03.30 Uhr gleich in unsere Haupttour gestartet. Der Weg führte uns stetig nach oben vorbei an den Steinmännli und Katzenaugen über das erste Schneefeld zum Einstieg des Klettersteigs. Wir hatten Glück, dass es warm genug war und das Wasser, das von den Felsen spritze, nicht gefrieren konnte. Es wäre eine Herausforderung gewesen, wenn wir den Klettersteig mit Wassereis vorgefunden hätten. Kurz nach dem Klettersteig kamen wir in die Fourcla Prievlusa wo uns ein schöner Morgengruß der Sonne erwartete. Nach ein paar Bildern ging es weiter Richtung Haifischflosse. Vom Hüttenwart bekamen wir die Anweisung diese zu überklettern und nicht zu umgehen. (Bei der Umgehung gab es dieses Jahr schon mehrere tödliche Unfälle.) Das Überklettern war einfach und wir standen kurz darauf vor dem Biancograt. “Wirklich eindrücklich wie sich dieser Grat in den Himmel windet.” Der Biancograt sieht von unten oder auf den Bildern immer relativ flach aus. Wenn man jedoch davor steht merkt man das dies eine Täuschung ist. Um 6 Uhr stiegen wir in den Grat ein und 3 Std. später waren wir auf dem Piz Alv. Von hier sieht man den Weg, den man noch für die letzten 53 Höhenmeter zu überwinden hat, nämlich dem endgültigen Ziel “Piz Bernina”. Von hier geht es weiter in sehr schöner Kletterei im 3 Grad. Um 10.30 standen wir auf dem Gipfel. Wir genossen die Aussicht und gönnten uns eine kurze Verschnaufpause. Kurz vor 11 Uhr ging es wieder weiter. Das Ziel war die Hütte Marco e Rosa. Wir stiegen über den Grat Richtung La Spedla auf den Gletscher ab. Um 12.30 waren wir rechtzeitig zum Mittagessen auf der Hütte. Wir wurden von einem netten Hüttenwartpaar empfangen und erhielten nach Italienischer Manier auch bald darauf ein Teller Teigwaren an einer Pesto Sauce. Während dem Essen wurde über den weiteren Verlauf der Tour gesprochen. Da die Prognosen für den Samstag nicht wirklich gut waren, entschieden wir den Abstieg in die Boval Hütte in Angriff zu nehmen. Niemand hatte gross Lust auf 3600m einen Hüttentag zu verbringen. Also machten wir uns auf den Weg Richtung Bellavista. Dort bogen wir zur Fortezza ab und hielten auf die Isla Persa zu. Von hier gab es nochmals einen knackigen Abstieg zum Morteratsch Gletscher den es zu überqueren galt. Auf der anderen Seite angekommen galt es die Möräne zu erklimmen. Als dies geschafft war kam die Hütte in Sicht. um 19.30 Uhr erreichten wir die Hütte wo wir von den Wirtsleuten freundlich empfangen wurden. Nach einem guten Nachtessen waren dann alle froh sich ein wenig in die Horizontale zu legen.

Am nächsten Morgen gab es um 7 Uhr Frühstück. Es gab jedoch niemand der es bis kurz vor dem Frühstück im Bett gehalten hätte. Wir alle waren schon um 6.45 Uhr beim Kaffee. Nach einer kurzen Durchsprache über den weiteren Ablauf war klar, dass wir den Rückweg antreten. Auf dem Rückweg gab es nichts was wichtig wäre um erwähnt zu werden. Stopp, außer das alles wie am Schnüerli geklappt hat. Wir waren um 15 Uhr wieder in Basel.

Paul Stöckli